Die Essenz: Warum das „C“ heute anders klingen muss
Dietrich Bonhoeffer
Bonhoeffers Erbe – warum sein Vorbild zu Frieden und Freiheit führt
Glauben im Widerstand zur Illusion
Redliche Frömmigkeit / Weltlich glauben
Glaube ist kein Mummenschanz, kein Weihrauch und keine Flucht in Jenseitsmelodien. Er ist die radikale Akzeptanz der Wirklichkeit. Wenn wir heute vom „C“ sprechen, meinen wir nicht die theologische Arroganz alter Dogmen. Wir meinen eine diakonische Existenz, die sich nicht zu fein ist, durch den Staub des Alltags zu gehen, um dort neben denen zu stehen, die keine Kraft mehr haben.
1. Jesus: Kein Opfer-Mythos, sondern Solidarität bis zum Äußersten
Wir verabschieden uns von der Idee eines Gottes, der ein „Blutopfer“ braucht. Jesus starb nicht für eine abstrakte Sündenliste, sondern weil er die Liebe zu den Menschen über sein eigenes Überleben stellte. Er ist der „Mensch für andere“. Seine Kreuzigung ist das Ende des Kreislaufs aus Rache und Gewalt. Er hat die Schuld nicht „weggezaubert“, sondern sie mit-ausgehalten2. Gott mitten im Leben – Das „Du“ an meiner Seite
Gott ist kein Lückenbüßer für das, was wir nicht wissen. Gott ist nicht an den Rändern, sondern in der Mitte unseres Lebens zu finden. Gott ist wirksam in den guten Mächten in der Welt – Gott ist das stets verfügbare „Du“, das mit uns leidet, mit uns lacht und uns in die Verantwortung ruft.3. Erlösung durch Wahrhaftigkeit (Es ist, wie es ist)
Erlösung bedeutet nicht, dass alles „gut wird“ im Sinne eines Happy Ends. Erlösung ist die Befreiung zur Realität. Wir dürfen aufhören zu lügen. Wir akzeptieren unsere Endlichkeit und unsere Fehler. Die „teure Gnade“ (Bonhoeffer) ruft uns nicht in ein Kloster, sondern mitten in die Welt:- Dort, wo Tränen getrocknet werden.
- Dort, wo Frieden gestiftet wird.
- Dort, wo wir Verantwortung für unser Handeln übernehmen.