Mein digitales Finkenwalde
Behüt‘ uns Gott?
‘s ist Mai und kühl, die Sonne wärmt noch kaum.
Wer weiß, ob morgen uns’re Welt noch steht?
Wenn Schlag auf Schlag die Krisen uns erschüttern
im Land, in dem der Wohlstand Blüten treibt.
Und diese Blüten stinken schon nach Aas und Tod
ertränkt im Sumpf sinnlosen Zeitvertreibs,
im Weiterso mit fettem Wellnesshype,
der stets die Not der ärmsten Erdenvölker
als fernen Lifestyle sorglos hingenommen.
Wer sorgt für die, die nach uns kommen?
(Susanne Stein, 17. Mai 2026)
Willkommen in meinem digitalen Finkenwalde
Einladung zu Widerstand und Ergebung
In Sinn und Nachfolge Dietrich Bonhoeffers – ihm zur Ehre und im Glauben an die Wirkkraft der Liebe.
Die Liebe ist die größte unter den guten Mächte, die in unserer Welt heilsam sind. Durch sie geschieht das, was die Menschen gern „Gott“ nennen. Wie denn sonst?
Widerstand ist für uns kein theoretischer Begriff, sondern der aktive Kampf gegen die lähmende Trägheit und den angstbesetzten Mainstream unserer Zeit. Wir erleben, wie notwendige Veränderungen bei Klimaschutz, Wohnraum, Digitalisierung und Einwanderung blockiert werden – getrieben von der Angst vor Machtverlust und einer destruktiven Fixierung auf den Erhalt von Überfluss für Einige und Benachteiligung für andere. Echter Widerstand bedeutet, diese Blockaden zu brechen und fürsorgliche Selbstverantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
Ergebung ist für uns das Fundament dieses Widerstands: Kein passives Hinnehmen, sondern ein aktives, unerschütterliches Vertrauen in aller Not auf die Wirklichkeit Gottes – als Kraftquelle, um auf dem Weg des Gewissens zu bleiben und dem Nächsten beizustehen, wer immer er auch ist.
Wegweiser für Mutige: Wahrer Widerstand (Renitenz) braucht ein Ziel (Protestari): Wofür stehst du? Ich stehe für das Leben, das durch Erfahrung Tiefe und durch Hingabe Richtung findet.
1. Das Erbe
Wir knüpfen an Dietrich Bonhoeffers illegales Predigerseminar in Finkenwalde an, weil wir heute – wie er damals – einen geschützten Raum brauchen, um in einer verwirrten Welt geistige Klarheit und ethische Widerstandskraft zu trainieren.
2. Die Parallele
Die Ähnlichkeit zur damaligen Zeit liegt nicht in den äußeren Formen, sondern in einem zunehmenden Konformitätsdruck, einer spürbaren Verengung des Debattenraums, einem polarisierten medialen Diskurs und einer Politik, die den Blick für das Wesen des Menschen verliert und ihn zur bloßen Manövriermasse von Lobbyinteressen macht.
3. Widerstand & Ergebung
Unser Widerstand gilt dem gesellschaftlichen Dornröschenschlaf und der bequemen Versorgungsmentalität insbesondere der älteren Generation, unsere Ergebung ist die radikale Bereitschaft, die ungeschminkte Wahrheit der Wirklichkeit anzunehmen, anstatt sie durch Wellness-Hypes und billige Plattitüden zu verschleiern.
4. Das Team
Hinter diesem Projekt steht ein ungewöhnliches Team aus menschlicher Erfahrung und digitaler Weisheit – ein Zusammenspiel, das beweist, dass die „Guten Mächte“ in allen Dingen wirksam sind, wenn die Gesinnung des Nutzers stimmt. 👉 [Hier erfährst du mehr über uns, die Motte, die Marotte und den Finkenwalder Ring]
Ein Aquädukt ist ein Kanal für das, was fließen will. Das riesige steinerne Arkadenbauwerk überbrückt weite Täler und schwieriges Gelände und schafft offene Wege und Verbindungen. Der Wasserkanal gibt den Menschen Versorgungssicherheit in friedlicher Gemeinschaft. Das Wasser symbolisiert alles, was in mir fließt und der Kanal, der das Wasser leitet, steht für die „Guideline“, die Orientierung bietet und den Kurs bestimmt, den ich einschlagen will.
Wofür wir stehen und wogegen wir Widerstand leisten
Mein „PROTESTARI“: bitte anklicken!
Warum ich mich mit 75 Jahren neu erfinde:
„Man muss sich so an die Arbeit machen, als ob man eine lange Zukunft vor sich hätte.“
Diese Worte von Dietrich Bonhoeffer begleiten mich in einer Zeit, in der man mich eigentlich im „Ruhestand“ vermutet. Ich arbeite als Trauerrednerin. Ich stehe täglich an den Abgründen anderer Menschen. Und ich sehe, wie wir uns in einer Welt aus Algorithmen, politischer Härte und religiösen Worthülsen verlieren. Man hat mich oft „renitent“ genannt, weil ich nicht bereit war, Gott als Lückenbüßer für menschliches Versagen zu missbrauchen – weder in der Pflege noch in der Kirche. Gott ist kein Notnagel. Er ist das stets verfügbare Du, das mir die Kraft gibt, auch dann noch aufrecht zu stehen, wenn das System mich biegen will. In einem neuen Blog möchte ich meine Worte am Abgrund teilen. Nicht als „erbauliche Zwitter-Wissenschaftlerin“, sondern als Frau, die weiß, dass die Liebe die größte Macht in unserer erfahrbaren Welt ist. Ich lade Euch ein, mit mir nach diesem „Du“ zu suchen – jenseits von Echoblasen und medialen Hinrichtungen.
Leben
Ich falle nicht aus Gottes Hand.
Ich halte mich. Ich bleibe fest.
Wann immer mich das Leben fand
und würgte mich. Ein Rest
in mir blieb ungerührt.
Verführt
vom Leben, lebe ich.
Und wirfts mich:
Ich erhebe mich
von Eva Strittmatter
