Schaut auf die Gräber, ihr Heuchler!
Eine plakative Aufforderung an Politik, Kirche und Medien zur Beendigung der Wohlstandshysterie.
Von Susanne Stein 75 Jahre alt, seit 17 Jahren als Trauerrednerin an den Gräbern der wohlhabenden Gesellschaft.
Ich stehe jeden Tag an den offenen Gräbern dieses Landes. Ich blicke täglich auf das Ende von Lebensläufen. Und ich sage euch in nackter, ungeschminkter Wahrheit: Am Grab nimmt niemand seinen SUV, seine Kreuzfahrtkabine oder sein Aktiendepot mit! Was bleibt, sind die Spuren der Liebe – oder der ökologische und soziale Trümmerhaufen eines maßlosen, egoistischen „Verlebens“ auf Kosten der Kinder!
Ich erlebe eine satte, wohlhabende Generation im dreißigjährigen Ruhestand, die zerstörerischen Luxus wie Kreuzfahrten als ihr „gutes Recht“ einfordert und jede moralische Verantwortung mit feigen Ausreden vom Tisch wischt. Das individuelle Gewissen ist korrumpiert durch den „kapitalen Hype“. Deshalb fordere ich heute, am Pfingstmontag 2026, ein Ende der kollektiven Verdrängung und nehme die drei verantwortlichen Säulen unserer Gesellschaft in die Pflicht:
1. An die POLITIK: Beendet die Subventionierung des Todes!
Es ist euer verdammtes Reglement, das umweltschädliches Verhalten billig und bequem hält!
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Schluss mit den Privilegien: Streicht die Steuerbefreiungen auf Schiffsdiesel für schwimmende Luxus-Hotels, die an einem einzigen Tag so viel Feinstaub ausstoßen wie eine Million Autos! Die wahren ökologischen Kosten müssen auf den Tisch!
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Verpflichtende Klimabilanz: Führt eine radikale, unübersehbare Kennzeichnungspflicht für die Zerstörung von marinen Ökosystemen und die Ausbeutung von Billglohn-Arbeitskräften direkt bei jeder Reisebuchung ein!
2. An die KIRCHEN: Hört auf mit eurem feigen, theologischen Gesülze!
Ihr predigt die Schöpfungsbewahrung im Elfenbeinturm, schweigt aber feige an der Basis, weil ihr Angst habt, eure wohlhabenden Spender und Kirchensteuerzahler zu verschrecken!
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Benennt die Sünde beim Namen: Luxuskonsum, der die Lebensgrundlagen der Kinder im globalen Süden und der kommenden Generationen vernichtet, ist Sünde! Bringt die Ethik des Verzichts und der Genügsamkeit endlich wieder auf die Kanzeln, statt weichgespülte Pfingst-Videos im Internet zu drehen!
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Menschsein statt Dogma: Gott wirkt nicht im Prunk, sondern im konkreten Handeln für den leidenden Nächsten. Die Treupflicht gegenüber den verletzlichen Kindern dieser Erde ist unsere oberste Christenpflicht!
3. An die MEDIEN: Beendet die Romantisierung der Zerstörung!
Ihr berichtet morgens über die Klimakatastrophe und zeigt abends zur besten Sendezeit das „Traumschiff“, um den verheerenden Massentourismus als ultimativen Sehnsuchtsort zu romantisieren! Diese Doppelmoral ist unerträglich.
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Aufklärung statt Greenwashing: Zerschlagt die PR-Illusionen der Reedereien zur vermeintlichen Nachhaltigkeit! Zeigt die nackte Wahrheit über Flaggenparadiese, Steuerflucht und die Lärmbelastung, die Wale und Delfine in den Meeren in den Wahnsinn treibt!
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Werbeverbote für Klimakiller: Diskutiert endlich ein öffentliches Werbeverbot für extrem klimaschädliche Luxusgüter, so wie es bei Tabakwaren längst Gesetz ist!
Wir haben keine Zeit mehr für Ausreden. Wenn der Verstand kapituliert, muss das Herz rebellieren. Im Menschsein wirkt Gott durch dich und mich – oder wir hinterlassen eine tote Erde.