Brandherde der Welt
click here:


„… und ich begehre, nicht Schuld daran zu sein“

(aus: Matthias Claudius‘ Kriegslied: ’s ist Krieg!)

I: Die Architektur der Ausflüchte (Diagnose)

Wir leben in einer Welt, die uns abverlangt, „unschuldig“ zu sein – als könnten wir uns aus der Verantwortung für das Ganze freikaufen. Dieses Begehren nach Unschuld ist unsere größte Falle. Auf den tiefen Herzenswunsch des Menschen, unschuldig zu sein, folgt in der Regel leider nicht die Anstrengung, ein Leben zu führen, das die Verantwortung für die Erhaltung der Lebensbedingungen aller Geschöpfe im Blick behält.
Persönliche Freiheit ist nur dann gerechtfertigt, wenn sie die Grenzen des anderen – einschließlich anderer Lebewesen – anerkennt.
Freiheit bleibt eine Illusion, solange wir Abhängigkeiten, kindliche Prägungen und die Besonderheiten der Natur (samt Neurodiversität) nicht akzeptieren.
Solange wir dem aktuellen Mainstream nur hinterherlaufen, betreiben wir Selbsttäuschung
und „pinkeln uns dabei selbst ans Bein“. Wenn wir dem Leiden begegnen, greifen wir zu strategischen Ausreden, um uns vom Gewicht der Mitverantwortung zu befreien:
    • Das Herrschafts-Narrativ:„Das steht mir alles zu, ich habe es mir schließlich erarbeitet.“ – Wir verwechseln Privileg mit Verdienst.
    • Die Abwehrmauer:„Ich kann die Welt nicht retten, das Kreuzfahrtschiff fährt auch, wenn ich darauf verzichte.“ – Die Größe des Problems dient als Alibi für den eigenen Stillstand.
    • Der moralische Zynismus: „Es gab schon immer arme Leute“ oder „Anderen Menschen geht es noch schlechter.“ – Wir normalisieren das Leid für unseren Komfort.
    • Die Illusion des Subjektiven (der Subjektivität):„Was du sagst, ist doch alles nur subjektiv.“ – Wir nutzen den Relativismus als Schutzschild gegen universelle Wahrheiten. Selbstgerecht bauen wir den „Turm der Zeit“. Und so entstehen die Mauern:
„Wir wollen Freiheit, um uns selbst zu finden,
Freiheit, aus der man etwas machen kann.
Freiheit, die auch noch offen ist für Träume…
… Und dennoch sind da Mauern zwischen Menschen,
und nur durch Gitter sehen wir uns an.
Unser versklavtes Ich ist ein Gefängnis
und ist gebaut aus Steinen unsrer Angst.“
(Ernst Hansen: Herr, deine Liebe…)

II: Die Erstarrung des Egos und die Wahl des „Lebensgebers“

(Die Psychologie der Verhärtung)

Warum aber bauen wir diese Mauern der Ausflüchte? Der Psychoanalytiker Neville Symington liefert uns hierzu den entscheidenden Schlüssel. Er beschreibt, dass in jedem von uns ein psychisches Prinzip wohnt: der „Lebensgeber“(lifegiver) [ProQuest]. Er ist die Quelle unserer Lebenskraft, unserer Kreativität und vor allem unserer Fähigkeit, tiefe, echte Beziehungen zu Mitmenschen und zur Schöpfung einzugehen [ProQuest ].
Das Paradoxon lautet: Dieser Lebensgeber ist als Potenzial da – aber er wird für uns erst wirksam, wenn wir uns aktiv und mutig für ihn entscheiden[Amazon Web Services (AWS) ].
In Zeiten von globaler Unsicherheit, Kriegen und Krisen geraten die Menschen in kollektive Todesangst und Ohnmacht. Anstatt diese Verletzlichkeit zuzulassen, lehnen sie den unvorhersehbaren, lebendigen Lebensgeber unbewusst ab. Die Psyche erstarrt in einer kollektiven narzisstischen Abwehr. Das hat verheerende Folgen für unsere Gesellschaft:
    • Die Flucht in die Scheinsubjektivität: Weil Menschen sich nur noch als hilflose Objekte von Politik oder Algorithmen erleben („Man kann ja eh nichts ändern“), erzeugen sie eine Schein-Macht. Das aggressive, laute Beharren auf Dogmen und das Brüllen in digitalen Echokammern ist kein Zeichen von Stärke. Es ist der verzweifelte Versuch eines innerlich toten Egos, sich überhaupt noch als wirksam zu spüren.
    • Die Entmenschlichung des Anderen: Wer die eigene lebendige Verbindung kappt, verliert den empathischen Zugang zum Gegenüber. Der Andersdenkende wird nicht mehr als komplexes Subjekt wahrgenommen, sondern zum Objekt degradiert, katalogisiert und gelabelt („Woke“, „Nazi“, „Systemling“). Man sucht keinen Dialog mehr, sondern zerstörerische Kontrolle.
Die aktuelle gesellschaftliche Verhärtung ist der Panzer einer zutiefst verängstigten Psyche, die den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat. Heilung beginnt erst dort, wo wir den Mut aufbringen, die Waffen des Egos niederzulegen und den Lebensgeber neu zu wählen [Wikipedia].

III: Das spirituelle Fundament

Diese psychologische Dynamik hat eine tiefe spirituelle Wurzel. Neville Symington arbeitete jahrelang als katholischer Priester, bevor er sich der Psychoanalyse zuwandte. Er verstand, dass der Kern reifer Religion auf einem Urvertrauen in ein absolutes, liebendes Prinzip basiert [PEP WEB ]. Der „Lebensgeber“ ist seine psychologische Übersetzung Gottes [PEP WEB ].
Wer darauf vertraut, in einer verlässlichen Quelle des Lebens aufgehoben, geschützt und geliebt zu sein, verliert die existenzielle Angst [PEP WEB ]. Nur wer diese Angst verliert, kann die Abwehrpanzer ablegen und sich für echte Nächstenliebe und Offenheit entscheiden [PEP WEB ]. Den Lebensgeber zu wählen, ist ein Akt des Glaubens (Act of Faith) – ein existentielles Wagnis, bei dem man die Kontrolle aufgibt und darauf vertraut, dass die Hinwendung zum Leben einen nicht vernichtet, sondern lebendig macht [PESI UK ].
Kollektiv erleben wir heute einen massiven Verlust dieses geteilten Urvertrauens. Weil die verlässliche Quelle im Innen und Außen wegbricht, flüchten Menschen in die paranoide Absicherung der eigenen Gesinnung. Der Ausweg aus der gesellschaftlichen Verhärtung ist daher kein rein politischer, sondern ein psychologisch-spiritueller [PESI UK ].

IV: Der Abgrund der Wahrheit

(Das Ende der Naivität)

Wenn wir diesen Panzer ablegen, stehen wir am Abgrund!
Jemand, der im Hass, in der Gier oder in der Angst dieser Scheinsubjektivität gefangen ist, wird unsere Hand niemals annehmen, solange wir seine Not nicht ernst nehmen!
Wahre „Ergebung“ in den Lebensgeber ist kein passives Hinnehmen und kein harmonisches Schönwetter-Gefühl. Sie hat Dietrich Bonhoeffer das Leben gekostet. Er wusste, dass man im Widerstand gegen das Absolute Böse bereit sein muss, Schuld auf sich zu laden – ohne die Garantie auf ein weltliches Happy End. Es ist der Moment des Ausrufs Jesu am Kreuz: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Das ist kein Gebet sanfter Ergebung. Es ist der Schrei eines Menschen, der die absolute Abwesenheit Gottes in einer grausamen Realität aushält.
Wie schaffen wir also Vertrauen bei denen, die uns hassen? Nicht, indem wir billigen Frieden erzwingen wollen. Sondern indem wir mit Hegel die Spannung des Widerspruchs aushalten. Wir spiegeln den Hass des anderen nicht mit Gegenhass. Wir treten ihm mit Demut gegenüber – nicht als Unterwerfung, sondern als Mut zum Dienen. Wir sagen dem Hassenden: „Ich sehe deine Angst vor dem Kontrollverlust. Ich sehe deine Verletzlichkeit.“ Liebe ist kein Schutzschild gegen das Leiden. Sie ist die einzige Form von Freiheit, die auch im Verlassen-Sein bestehen bleibt.

V: Die Dialektik der Schuld und der Ruf nach Glasnost
(Die globale Verantwortung)

Die Architektur unserer Ausflüchte bricht vollends zusammen, wenn wir den Blick weiten. Wir müssen unsere eigene, konkrete Verstrickung und Schuld gegenüber dem anderen anerkennen – gegenüber Mensch, Tier und Umwelt. Das betrifft ganz existenziell die Schuld des „Goldenen Westens“ gegenüber dem globalen Süden, aber auch gegenüber historischen Gegnern wie Russland. Wir müssen aufhören, im Überfluss auf Kosten anderer und auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder zu leben.
    • Hegels Kampf um Anerkennung: Er schreibt: „Das Selbstbewusstsein ist an und für sich, indem und dadurch, dass es für ein anderes an und für sich ist; d. h. es ist nur als ein Anerkanntes.“ Solange wir den anderen nur als Objekt benutzen, um unseren Wohlstand zu sichern, bleiben wir selbst in unserer Menschlichkeit entfremdet. Ich kann selbst nicht frei sein, wenn mein Reichtum auf der Existenznot des anderen gründet.
    • Erich Fromm (Die Diagnose des Habens): Er entlarvt in Haben oder Sein, dass unsere Gesellschaft krank ist, weil wir den „Haben-Modus“ (Konsum, Gier, Überfluss) über das „Sein“ stellen.
    • Martin Buber (Die Methode des Ich-Du):„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Erst wenn wir dem anderen als echtem „Du“ begegnen, durchbrechen wir den Kreislauf des Hasses. Im Gegenüber des Du leuchtet das göttliche Prinzip auf.
    • Michail Gorbatschow (Die Praxis der Umkehr): Seine historischen Prinzipien von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) sind die dringendste Hausaufgabe für den Westen. Glasnost für uns bedeutet den Mut, die Lebenslügen unseres Wohlstands radikal offen auszusprechen. Perestroika für uns bedeutet den radikalen Umbau unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Dazu gehört auch das Ablegen unserer arroganten Siegermentalität gegenüber Russland, um die geschichtliche Tiefe für eine neue Begegnung zu öffnen.

VI: Das stets verfügbare DU

(Die Hilfe)

Doch inmitten dieser schmerzhaften Realität und der Last unserer Schuld gibt es Hilfe. Sie ist so überwältigend, dass wir sie kaum fassen können. Es ist das DU, in dem wir uns spiegeln dürfen. Es findet uns, damit wir uns in ihm finden. Die Menschen nennen es Gott. Gott wirkt, sobald wir fähig sind, es zuzulassen.
Die ganze Welt ist uns überlassen, doch wir begreifen diese Großmut oft nicht. Gott schenkt Freiheit – seine größte Gabe gibt er seinen Kindern. Er lässt uns in seiner Liebe gewähren. Sein Name ist unendliche Geduld. Und in dieser Freiheit sind wir frei zu Trotz und Widerstand! Sobald du dieses DU wählst, ist es existent. Es befreit uns zu dem Schritt, den die Welt am meisten scheut: Dem Mut, Schuld nicht mehr feige zu leugnen, sondern Verantwortung zu übernehmen.
Gott schenkt Freiheit, seine größte Gabe gibt er seinen Kindern.
Die ganze Welt hast du uns überlassen
Die ganze Welt hast du uns überlassen, doch wir begreifen deine Großmut nicht. Du gibst uns frei, wir laufen eigne Wege in diesem unermesslich weiten Raum. Gott schenkt Freiheit, seine größte Gabe gibt er seinen Kindern. Du lässt in deiner Liebe uns gewähren. Dein Name ist unendliche Geduld. Und wir sind frei: zu hoffen und zu glauben, und wir sind frei zu Trotz und Widerstand. Gott schenkt Freiheit, seine größte Gabe gibt er seinen Kindern. Wir wollen leben und uns selbst behaupten. Doch deine Freiheit setzen wir aufs Spiel. Nach unserm Willen soll die Welt sich ordnen. Wir bauen selbstgerecht den Turm der Zeit. Gott schenkt Freiheit, seine größte Gabe gibt er seinen Kindern. „Gib uns die Wege frei, die zu dir führen, denn uns verlangt nach deinem guten Wort. Du machst uns frei, zu lieben und zu hoffen, das gibt uns Zuversicht für jeden Tag“. Gott schenkt Freiheit, seine größte Gabe gibt er seinen Kindern. (Christa Weiss 1965)

VII: Der Finkenwalder Ring der Zeugen

(Die Vorbilder)

Es ist möglich! Menschen vor uns haben es bewiesen! Sie haben bis zur letzten Konsequenz Verantwortung übernommen und haben im Widerstand gegen das Unrecht sogar bewusst in Kauf genommen, nach weltlichen Maßstäben „schuldig“ gesprochen und verurteilt zu werden. Ihre Opfer sind nicht umsonst. Wir wollen ihnen folgen, damit Opfer eines Tages nicht mehr nötig sind.
  • Jesus von Nazareth: Er steht für uns allen voran – nicht als die dogmatische Kunstfigur einer Kirche, die Menschen mit der Drohung von Höllenfeuer demütigt, ihnen die Mündigkeit abspricht oder billige Wundergeschichten einfordert. Wir sehen in ihm den radikalen, historischen Menschen, der die Heuchelei der Mächtigen angriff, die Ausflüchte seiner Zeitgenossen zertrümmerte und die Nächstenliebe als absolut einklagbares, universelles Prinzip lebte. Er forderte die mündige, tatkräftige Nachfolge im Hier und Jetzt.
  • Dietrich Bonhoeffer (1906–1945): Der evangelische Theologe leistete Widerstand gegen das NS-Regime. Er wurde im KZ Flossenbürg hingerichtet, weil sein Glaube ihm den Gehorsam gegenüber dem Unrecht verbot.
  • Oscar Romero (1917–1980): Der Erzbischof von San Salvador setzte sich in El Salvador für die Armen und Unterdrückten ein. Er wurde 1980 während einer Messe von einem Attentäter erschossen, weil er öffentlich Gewalt und soziale Ungerechtigkeit anprangerte.
  • Maximilian Kolbe (1894–1941): Der polnische Franziskanerpater wurde 1941 in das KZ Auschwitz verschleppt. Er bot freiwillig sein Leben für einen Familienvater an und wurde in einer Hungerzelle ermordet.
  • Edith Stein (1891–1942): Die katholische Philosophin und Karmelitin jüdischer Herkunft wurde 1942 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet, nachdem die niederländischen Bischöfe öffentlich gegen die Deportation der Juden protestiert hatten.
  • Paul Schneider (1897–1939): Ein deutscher evangelischer Pfarrer und bekennender Christ, der wegen seiner klaren Ablehnung der NS-Ideologie mehrfach inhaftiert wurde. Er starb im KZ Buchenwald.

Darüber hinaus gibt es Tausende weitere Glaubenszeugen unserer Zeit. Allein laut dem Weltverfolgungsindex werden heute jährlich Tausende Christen weltweit aufgrund ihres Glaubens getötet.

Ebenso wichtig sind Menschen, die nicht explizit aus dem christlichen Glauben heraus handeln, sondern aus ihrem Gewissen heraus für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit aller Menschen Widerstand leisten und ihr Leben hingeben:

Hier sind herausragende Vorbilder der Neuzeit:

Widerstand gegen Diktatur und Faschismus

  • Sophie und Hans Scholl (1921/1918–1943): Die Geschwister gründeten in München die Widerstandsgruppe „Weisse Rose“. Sie verteilten Flugblätter gegen das NS-Regime. Wegen ihres Mutes für Freiheit und Wahrheit wurden sie 1943 hingerichtet.
  • Georg Elser (1903–1945): Der schwäbische Schreiner erkannte früh die Kriegsgefahr durch Adolf Hitler. Er verübte 1939 im Bürgerbräukeller ein Attentat auf Hitler. Er handelte allein, scheiterte knapp und wurde 1945 im KZ Dachau ermordet.
  • Milena Jesenská (1896–1944): Die tschechische Journalistin half jüdischen und politischen Flüchtlingen bei der Flucht vor den Nationalsozialisten. Sie starb im Konzentrationslager Ravensbrück.

Kampf für Demokratie, Frauenrechte und Freiheit

  • Alexej Nawalny (1976–2024): Der russische Oppositionsführer kämpfte unermüdlich gegen Korruption und für Demokratie. Trotz eines Giftanschlags kehrte er nach Russland zurück. Er starb nach jahrelanger Haft in einem sibirischen Straflager.
  • Jina Mahsa Amini (2000–2022): Die junge Kurdin wurde im Iran von der Sittenpolizei festgenommen, weil sie ihr Kopftuch nicht „korrekt“ trug. Ihr Tod löste die weltweite „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung gegen Unterdrückung aus.
  • Benazir Bhutto (1953–2007): Als erste demokratisch gewählte Premierministerin in einem muslimischen Land kämpfte sie in Pakistan für Demokratie und Frauenrechte. Sie wurde bei einem Attentat getötet.

Einsatz für Menschenrechte und Minderheiten

  • Malcolm X (1925–1965): Der US-amerikanische Bürgerrechtler kämpfte vehement gegen Rassismus und für die Gleichwertigkeit schwarzer Menschen. Er wandelte sich zu einem Verfechter universeller Menschenrechte, bevor er ermordet wurde.
  • Berta Cáceres (1971–2016): Die honduranische Umweltaktivistin verteidigte indigene Völker und deren Lebensraum gegen rücksichtslose Großprojekte. Sie wurde wegen ihres mutigen Einsatzes in ihrem Haus erschossen.

Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Ihre treue und tapfere Hingabe ist nicht umsonst! Wir wollen nachfolgen, damit eines Tages Opfer nicht mehr nötig sind!


VIII: Das Setup für das Leben

(Die Praxis im Alltag)

Den Lebensgeber zu wählen bedeutet im Alltag, der Versuchung zur Bitterkeit und zum Zynismus zu widerstehen. Es ist die tägliche, fast trotzige Entscheidung zu sagen: Ich glaube an die Möglichkeit von Gutem, von Verbindung und von Sinn – und ich handle heute danach. Wir brechen aus der Architektur der Ausflüchte aus, indem wir im Kleinen ansetzen [PESI UK ]:
    1. Radikale Selbstwahrnehmung (Vom Reagieren zum Agieren): Wir holen die Urheberschaft unserer Gefühle zu uns zurück. Wir sind nicht mehr das passive Opfer eines äußeren Umstands, sondern das handelnde Subjekt unserer eigenen Reaktionen.
    2. Gezielte Medien-Askese (Den inneren Raum schützen): Wir reduzieren den Konsum von News-Feeds und Sozialen Medien drastisch, um unserer Psyche zu erlauben, wieder in einen Zustand der Ruhe und des „Aufgehobenseins“ zu finden.
    3. Intersubjektivität im Kleinen (Das „Du“ statt das „Es“ suchen): Wir suchen im Alltag ganz bewusst das echte Gespräch mit Menschen außerhalb unserer Blase. Wir hören zu, ohne das Gegenüber sofort in eine Schublade zu stecken.
    4. Den „Akt des Glaubens“ im Alltag wagen (Micro-Faith): Wir schenken Menschen einen Vertrauensvorschuss [PESI UK ]. Wir begegnen verhärteten Situationen nicht mit Gegendruck, sondern mit unerwarteter Freundlichkeit oder dem Eingeständnis der eigenen Ratlosigkeit.
HINENI – Hier bin ich. Bereit, nicht mehr unschuldig wegzusehen, sondern schuldbewusst anzupacken.

<- Zurück

Nach oben scrollen